Tralalalala, bald ist Nikolaus’ Abend da. Und sicher ein paar Schoko-Nikoläuse. Helle, dunkle, welche mit Kuhflecken oder mit einem Glöckchen dran. Lustig, lustig, oder?
Dabei kann es erst ein, zwei Monate her sein, als wir beim Abgrillen über den Osterkorb hergefallen sind. Na gut, vielleicht zweieinhalb. Aber länger nicht. Vorneweg alles Grillgut aus dem Tiefkühl, mit x angebrochenen Saucenflaschen, Kräuterbutter und Majo, danach Nougat-Krokant-Eier, Schokohasen, helle, dunkle, mit Kuhflecken oder einem Glöckchen dran. Und Überraschungseier, die vielleicht jünger waren als Ostern. Oder älter. Man weiß es nicht.
Jedenfalls fristeten sie Monate über Monate im Küchenschrank ihr Dasein, nachdem sie keiner mehr essen wollte, weil man zu Ostern zu viele davon gegessen hat. Und irgendwann kann man sie einfach nicht mehr sehen. Geschweige denn essen. Zumal man ja seine Lieblingssorten ohnehin schon am Ostermontag aus dem Körbchen rausgefischt hatte. Die guten ins Kröpfchen, die schlechten zurück ins Töpfchen.
Dort blieben sie, bis es Sommer wurde. Und Herbst. Bis einem plötzlich einfiel, dass bald Halloween kommt. Ein wunderbares, amerikanisches Fest – bei dem es ausschließlich darum geht, möglichst viele Süßigkeiten heranzuschaffen. „Süßes oder Saures!“ Den Brauch haben wir gebraucht! Damit der Osterkorb wieder gefüllt wird. Mit Mini-Keksen, Mini-Gummibärchen, und Mini-Schokoladen. Helle, dunkle und mit Kuhflecken drauf. Sicher hängt auch an irgendwas ein Glöckchen. Bis zum Advent muss das Osterhasen/Halloween-Küchenfach wieder Platz haben. Aber wir kommen gar nicht nach mit Essen.
Es muss wohl mehreren so gehen, denn die Schoko bleibt definitiv übrig. Angeblich werden ja Schoko-Osterhasen zu Nikoläusen umgeschmolzen. Sogar, dass sie die gleiche Form haben und lediglich ein neues Papier bekommen, hört man ab und an. Aus Hasenohren werden ganz schnell Bischofsmützen. Und das Glöckchen passt so und so immer.
Und weil das Sammeln so viel Spaß macht, gibt es im Advent noch einen Adventskalender. Da gibt es richtig große Exemplare – beispielsweise mit einem Überraschungsei hinter jedem Türchen. Und am Weihnachtsbaum muss unbedingt auch eine Menge Schoko-Schmuck an goldenen Bändchen hängen. So wie früher.
Der Küchenschrank geht ab Neujahr (Glücksschweinchen – zur Abwechslung aus Marzipan!) sicher nicht mehr zu. Hoffentlich wird das kein langer, harter Winter. Wir müssen bald angrillen.







