Achtung, Achtung: Packen Sie mit dieser Kolumne keinen Fisch ein! Lassen Sie ihn dann nicht zehn Tage in der Sonne liegen – und verzehren Sie ihn natürlich keinesfalls. Sie könnten sich den Magen verderben.
Nur, damit das mal geklärt ist. Nicht dass Sie sagen: Ach so, das habe ich nicht gewusst – und dann ist meine Kolumne schuld, wenn Ihnen schlecht ist. Das will ich nicht.
Die Amerikaner wollen das auch nicht. Deshalb schreiben sie überall drauf, was sie alles nicht tun sollen. So eine Art Anti-Gebrauchsanweisung. Und dabei sind sie echt erfinderisch.
Ein gewisser Mister Jones aus Michigan hat eine Sammlung dieser Absurditäten angelegt. Da gibt es ein CD-Regal mit kleinen Sprossen, keinen halben Meter hoch, aber mit der Aufschrift: „Nicht als Leiter benutzen“. Außerdem besitzt er einen Angelhaken. Die – für den Fisch absolut sinnvolle – Warnung dazu: „Nicht verschlucken“. Beeindruckend ist auch ein Sonnenschutz für die Frontscheibe des Autos, den man, dem O-Ton des Aufklebers auf der Rückseite zufolge, „vor dem Losfahren wieder entfernen“ muss. Das Lieblingsstück des Herrn Jones: ein Föhn. Die Herstellerfirma rät, ihn nicht im Schlaf zu benutzen.
So etwas fällt einem in der Tat nur dann ein, wenn man Angst hat, auf zehn Millionen Dollar Schadenersatz verklagt zu werden. Das US-Recht macht es möglich: Die Geschichte vom zu heißen McDonald’s-Kaffee, der beim Verschütten Körperteile verbrüht hat, wurde berühmt – und teuer für den Konzern. 600.000 Dollar bekam die Frau. Ehrlich gesagt, dafür verbrenne ich mir auch gerne die Finger.
Aber Sie bitte nicht! Sollten Sie meine Kolumne nach Genuss verheizen wollen, denken Sie bitte daran, dass Uptown mindestens so gut brennt wie Ihre Haare. Ach so, Sie wollen die Texte sammeln, aufheben, Ihren Enkeln vererben? Das freut mich. Aber wenn Sie die Zeitungen im Wohnzimmer stapeln, lüften Sie niemals – der Turm könnte Sie begraben. Falls Sie das Papier im Schrank aufbewahren: den bitte gut an der Wand festschrauben. Und auch bei der Altpapiertonne passen Sie besser gut auf, damit Sie sich nicht die Finger einklemmen. Außerdem eignet sich die Zeitung keinesfalls als Winterjacke (Erkältungsgefahr!) oder als Fallschirm, falls Sie vorhaben, vom Dach zu springen.
Um ehrlich zu sein: Diese Kolumne kann gar nix. Bitte lesen Sie sie vorsichtig! Und lassen Sie die Zeitung nie in der New Yorker U-Bahn liegen: Ich habe gerade keine paar Millionen Dollar in der Portokasse.







