Herr Cserveny, ein atomarer Konfliktherd scheint sich gerade abzukühlen: Die USA haben Nordkorea von Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten gestrichen, im Gegenzug ist Pjongjang zur Wiederaufnahme des Denuklearisierungsprozesses bereit.
Vilmos Cserveny: Wir sind etwas erleichtert über diese Schritte. Schließlich geht von Nordkorea potenziell eine grosse atomare Bedrohung aus. Das Land ist aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten, hat 2006 eine Atomwaffe erfolgreich getestet und diese Waffen als Druckmittel für die Lösung seiner ökonomischen und sicherheitspolitischen Probleme benutzt. Die IAEO hofft dass Pjongjang wirklich bereit ist, auf seine Atomwaffen zu verzichten und im Rahmen multilateraler Verhandlungen sein gesamtes Nuklearprogramm erneut als Teilnehmerstaat des Atomsperrvertrages unter die Kontrolle der Atomenergiebehörde bringt.
Sorgen bereiten derzeit auch Iran und Syrien, besonders im Zusammenhang mit der inoffiziellen und deshalb nicht kontrollierten Atommacht Israel. Wie bewertet die IAEO die Gefahrenlage in dieser Region?
Cserveny: Zunächst: Unsere Kontrollen im Iran haben bislang keinen Beweis dafür erbracht, dass das atomare Programm des Landes auf die Herstellung von Atomwaffen hinausläuft. Bei allen Problemen in der Zusammenarbeit kann die IAEO dort durchaus effektiv kontrollieren, und sie tut dies auch gründlich. Klar ist aber auch: Wenn der Iran mit dem Ziel einer friedlichen Nutzung Uran anreichert, kann mit dieser Technik auch waffenfähiges Material gewonnen werden. Schon deshalb ist höchste Aufmerksamkeit geboten und zwar nicht nur im Iran, sondern in allen Staaten, die über eine solche Anreicherungstechnologie verfügen. Natürlich ist der Konflikt um das Atomprogramm des Iran Teil eines umfassenderen Konflikts im Nahen Osten. Es ist die Spitze des Eisbergs, aber nicht der Eisberg selbst. Daher liegt die Lösung nicht allein in der Macht unserer Organisation. Wichtig ist, allein im Hinblick auf das politische Konfliktpotential im Nahen Osten, jede Chance zum Dialog zu suchen und zu nutzen. Die Tatsache, dass eine wachsende Zahl einflussreicher Politiker unterschiedlichster politischer Richtungen, auch in den USA, heute immer mehr eine Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit dem Iran erklärt haben, lässt hoffen.
Was Syrien anbelangt, ist die IAEO durch Israels einseitige Aktion, die verdächtigten Anlagen zu bombardieren, vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Wenn es Verdachtsmomente bezüglich der Verletzung internationaler Verpflichtungen anderer Staaten im Bereich der Nichtverbreitung gibt, muss das der IAEO gemeldet und von ihr kontrolliert werden. Wenn man aber die verdächtigten Anlagen vorher zerstört, bleibt für uns nicht mehr viel zu kontrollieren. Nichtsdestotrotz, nehmen wir auch diesen Verdacht ernst, wobei angemerkt sei, dass unsere Experten bis zum jetzigen Zeitpunkt selbst Restspuren eines Umgangs mit Uran nicht gefunden haben.
IAEO-Generalsekretär Mohammed ElBaradei hat davon gesprochen, dass die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen heute größer ist denn je. Ist das nicht übertrieben?
Cserveny: Wenn man darunter einen atomaren Holocaust unter den Großmächten versteht: sicher. Im Vergleich zur Zeit der großen Militärblöcke mit ihrem atomaren Patt ist heute aber die Zahl der Länder mit Zugang zu Atomwaffen viel größer geworden. Auch die Entwicklung von Atomwaffen mit begrenzter Wirkung wie etwa die „Mininukes“ erhöhen das Risiko, solche Waffen auch einzusetzen. Und schließlich ist die Gefahr hinzugekommen, dass spaltbares Material in die Hände von Terroristen gerät – mit unkalkulierbaren Folgen. Die zuvor nicht gekannte Möglichkeit, einschlägiges Wissen im Internet abzurufen oder zu verbreiten, hat dazu viel beigetragen. Und gerade weil heute die zum Bau einer Atombombe erforderlichen „Rezepte“ zum Teil online abrufbar sind, ist es nach wie vor unverzichtbar, die wichtigsten „Zutaten“, das heißt, das spaltbare Material, sehr effektiv zu kontrollieren.
Zum friedlichen Aspekt der Atomkraft: Über die Zukunft der Atomenergie wird in Europa, besonders in Deutschland, derzeit so kontrovers und heftig diskutiert wie seit 30 Jahren nicht mehr. Erlebt die einst geächtete Energiequelle eine Renaissance?
Cserveny: Für den gesamten Globus ist das mit Ja oder Nein nicht zu beantworten. Auf Europa etwa trifft eine solche Einschätzung nicht zu. Es gibt zwar ausgereifte Pläne für den Bau neuer Kernkraftwerke in einigen osteuropäischen Staaten, einige westeuropäische Regierungen überdenken ihr Herangehen an die Kernenergie neu, und ein neues Atomkraftwerk in Finnland befindet sich im Bau, dennoch würde ich nicht von einer Renaissance der Kernenergie sprechen. Bemerkenswert ist auch, dass einige Kernkraftwerke aus sicherheitstechnischen Überlegungen, vorzeitig geschlossen wurden. In Deutschland und Belgien optiert die Politik derzeit für den Ausstieg aus der Atomkraft, wenngleich die Debatte darüber neu entflammt ist. Österreich, Dänemark und Irland verbieten die Nutzung der Atomenergie gar grundsätzlich.
In anderen Teilen der Welt stellt sich das anders dar. Länder wie China, Indien, Japan, oder Südkorea können ihren Energiebedarf nur decken, wenn sie die Atomkraft stärker nutzen. Auch Staaten wie zum Beispiel die Türkei, Jordanien oder Vietnam sehen keine Alternative zur Atomkraft und wollen diese in absehbarer Zeit für sich nutzbar machen. Das rohstoffarme Japan zum Beispiel will bis 2014 weitere zehn Reaktoren ans Netz anschließen und den Anteil nuklearer Energieerzeugung so auf über 40 Prozent steigern. Südkorea peilt durch den Bau von elf neuen Reaktoren eine Anhebung auf 60 Prozent an. Auch Staaten wie die Türkei, Jordanien oder Indonesien sehen keine Alternative zur Atomkraft und werden diese in absehbarer Zeit für sich nutzbar machen.
Zahlreiche Staaten, die bereits Atomenergie erzeugen, wie Australien, England, Italien, Polen und die Schweiz etwa, befinden sich nach einem langen Aussetzen von AKW-Neubauten derzeit in einem Umdenkungsprozess. Und Staaten wie Ägypten, Algerien, Bangladesh, Chile, Ghana, Indonesien, Malaysia, Marokko, Nigeria, Thailand, Tunesien, Tansania, Türkei Uruguay und Vietnam haben bereits Interesse an einer friedlichen Nutzung der Atomenergie bekundet.
36 Atomkraftwerke sind derzeit weltweit im Bau oder in der Planung. Diese Länder betrachten die Kernenergie als einen unverzichtbaren Bestandteil der ihnen zur Verfügung stehenden Energiequellen, um die rasant wachsenden Energiebedürfnisse zu befriedigen und sie hoffen, ihren internationalen Verpflichtungen, CO2-Emissionen durch die Nutzung von Kernenergie zu verringern, nachkommen zu können. Hinzu kommt, dass in diesen Ländern derzeit Erneuerbare Energien technologisch noch unvollständig beziehungsweise unvollkommen nutzbar sind.
Ist der rasant wachsende Energiehunger der Welt ohne Atomkraft überhaupt zu stillen?
Cserveny: Viele Staaten sehen sich dazu jedenfalls nicht in der Lage, solange nicht ultimativ saubere und auch ökonomisch vertretbare Quellen umfassend zur Verfügung stehen. Man darf bei der Beurteilung der Rolle der Kernenergie nie vergessen, dass derzeit ein Drittel der Erdbevölkerung keinen und ein weiteres Drittel nur einen beschränkten Zugang zu Elektrizität haben. Die Diskrepanz zwischen dem Energieverbrauch in Entwicklungsländern und den Industriestaaten ist enorm. Ein Beispiel: Betrug der Elektrizitätsverbrauch pro Kopf 2002 in Niger und Tansania lediglich 40 beziehungsweise 83 Kilowattstunden pro Jahr, lag dieser in Deutschland bei 7000 Kilowattstunden, in Norwegen gar bei 26.600 Kilowattstunden. Die Korrelation zwischen diesem Wert und dem jeweiligen Lebensverhältnissen der betroffenen Menschen ist offensichtlich.
Was die entwickelten Länder betrifft, so ist das Interesse an Kernenergie auch aus Gründen der Versorgungssicherheit wieder gestiegen. Die Abhängigkeit der Importe von fossilen Energieträgern aus geopolitisch instabilen Regionen hat dafür das Ihre getan.
Bei den derzeit 439 Atomkraftwerken in 30 Ländern wird es wohl nicht bleiben weil Kernenergie eine Reihe von Vorteilen hat. Der für die Kernenergie verwendete „Brennstoff“ ist einer dieser Vorteile. Uran ist nämlich anderweitig kaum brauchbar, und seine Nutzung schmälert die fossilen Reserven nicht. Hinzu kommt dass aus der Kernenergie gewonnener Strom in den Gestehungskosten relativ unabhängig ist, weil der gesamte Brennstoffkreislauf nur etwa 15 bis 20 Prozent der Erzeugungskosten ausmacht und lediglich drei bis vier Prozent auf den Rohstoff Uran anfallen. Allerdings wächst die Menge des Stroms, der durch regenerative Energiequellen erzeugt wird, weitaus stärker als die Menge an Atomstrom. Selbst wenn sich die Menge an Atomstrom bis 2030 verdoppelt – wie unsere Experten dies prognostizieren – wird sie in Relation zum gleichfalls dramatisch wachsenden Gesamtaufkommen gegenüber heute sogar sinken.
Was ist eine Stromversorgung wert, die auf begrenzten Ressourcen aufbaut? Die bekannten Uranvorräte sollen nur noch rund 60 Jahre reichen,
Cserveny: Unsere Experten gehen davon aus, dass die weltweiten Uranvorräte selbst bei stark wachsender Inanspruchnahme etwa doppelt so lange, also 100 bis 120 Jahre, ausreichen. Nicht einmal einbezogen ist dabei die Tatsache, dass abgebrannte Kernbrennstäbe durch deren Wiederaufbereitung in „Schnellen Brütern“ mehrfach genutzt werden können. In diesen Fällen reduzieren sich die Kosten der Energiegewinnung übrigens um 90 Prozent. Apropos Kosten: Aus Kernenergie gewonnener Strom ist in den Gestehungskosten relativ unabhängig, weil der gesamte Brennstoffkreislauf nur etwa 15 bis 20 Prozent der Erzeugungskosten ausmacht und lediglich drei bis vier Prozent auf den Rohstoff Uran anfallen. Selbst wenn sich der Preis für den Rohstoff Uran verdoppeln oder verdreifachen würde, würde dies lediglich eine fünf- bis zehnprozentige Erhöhung der Erzeugungskosten des Strom nach sich ziehen. Bei Kohle und bei Gas würde es eine Preisverdopplung hingegen die Erzeugungskosten um 40 bis 50 beziehungsweise 60 bis 70 Prozent steigern. Zumindest für jene Zeit, die zur technologischen Entwicklung neuer Energiegewinnungen noch benötigt wird, wird auf Atomstrom wohl kaum verzichtet werden können.
Der deutsche Wirtschaftsminister hält Atomenergie für klimafreundlich, der Umweltminister widerspricht vehement. Wem stimmen Sie zu?
Cserveny: Ich will und kann hier nicht richten, schon weil sich Entscheidungen in Sachen Kernenergie ausschließlich in nationaler Kompetenz befinden. Es gibt derzeit keine Form einer den Bedarf deckenden Energiegewinnung, die ohne jedes Risiko ist. Jede der derzeit vorherrschenden Technologien zur Stromgewinnung ist mit einer Interaktion mit der Umwelt verbunden. Sonnen-, Wind- und Wassernutzung kommen als Ausweg daraus sicher infrage, sie stehen als nutzbare Quellen aber derzeit nur begrenzt zur Verfügung.
Auch, wenn man die Umweltfreundlichkeit jedweder Art der Energieerzeugung komplex betrachten muss und nicht mit Scheuklappen, dann sind ökologische Vorzüge der Kernkraft offenkundig. Die Treibhausgasemissionen eines Kernkraftwerkes über dessen gesamten Lebenszyklus samt Brennstoffkreislauf, Abfallbeseitigung, Bau, Stilllegung und Entsorgung der Anlage eingerechnet, beträgt lediglich drei bis sechs Gramm Kohlenstoffäquivalent pro erzeugter Kilowattstunde. Bei Kohle sind es 220 bis 360 Gramm und bei Erdgas 100 Gramm pro erzeugter Kilowattstunde.
Die Endlagerung von Atommüll ist aber noch immer nicht zuverlässig geklärt. Weltweit ist bis heute kein einziges Endlager für stark strahlende Stoffe in Betrieb. Eine Energiequelle in der Sackgasse?
Cserveny: Das macht uns große Sorgen. Der langsame Fortschritt auf diesem Gebiet reflektiert ein Verhaltensmuster, das Individuen ebenso geläufig ist wie Klientelgruppen oder auch Staaten: Wenn es darum geht, Risiken einzugehen, gilt das NIMBY-Prinzip. „Not in my backyard“, lautet es auf Englisch, etwa: „nicht hinter meinem Haus“ auf Deutsch. Jeder will die Segnungen der Wissenschaft in Anspruch nehmen, potenzielle Nachteile aber nicht vor der eigenen Haustür haben.
Immerhin: In den USA hat ein sicheres Endlager nun „nur noch“ die rechtlichen Instanzen zu absolvieren. Auch in Schweden und in Finnland ist guter Fortschritt in der Errichtung eines Endlagers für radioaktive Abfälle erzielt worden. Und es ist auch wichtig dass – im Gegensatz zu bisheriger Praxis des ultimativen Verschlusses – solche Endlager auch in 30, 50 oder 100 Jahren noch zugänglich werden, für den Fall, dass dann ganz neue Endlagerungstechnologien verfügbar sind.
Die Wissenschaft arbeitet intensiv an Technologien, die strahlende Abfälle sicherer machen, eine Kernschmelze im Reaktor verhindern und Atomkraftwerke besser gegen terroristische Angriffe schützen. Wie ist der derzeitige Stand der Reaktorsicherheit?
Cserveny: Es gibt keine absoluten Sicherheitsgarantien – in keinem Wissenschaftsbereich. Wer etwas anderes behauptet, ist nicht ehrlich. Die fast mystische Unkalkulierbarkeit der Atomenergie beschwört allerdings besonders hartnäckige Vorurteile herauf. Man muss aber auch wissen: Spätestens seit dem GAU von Tschernobyl hat die Atomwirtschaft schon aus Eigeninteresse immense Anstrengungen unternommen, um die von ihr produzierte Energie sicherer zu machen. Hätte sie das nicht, wäre sie vom Markt verschwunden. Bereits heute verfügen Atomkraftwerke der neueren Generationen über die Fähigkeit, eine mögliche Kernschmelze im Innern eines Reaktors zu isolieren. Auch gegen terroristische Angriffe sind sie heute um ein Vielfaches besser geschützt als früher.
Was schwebt der IAEO aktuell vor, um die friedliche Nutzung der Atomenergie noch besser kontrollieren und steuern zu können?
Cserveny: Mehr Sicherheit für alle Staaten ist nur durch ihrer aller Beteiligung praktikabel. Es ist daher ratsam über eine Internationalisierung des gesamten nuklearen Brennstoffkreislaufes nachzudenken. Das aber ist ein extrem schwieriger Prozess, da eine solche Internationalisierung doch tief in die Autonomie der Nationalstaaten eingreift. Andererseits muss klar sein: Nur wenn der Kreislauf nuklearen Brennstoffs der internationalen Kontrolle und Steuerung unterliegt und alle Staaten dabei gleichberechtigt mitwirken, werden die damit verbundenen Risiken beherrschbar. Ich mag die inflationär verwendete Floskel der Alternativlosigkeit nicht, hier aber trifft sie absolut zu.
Auch, wenn dieses Gespräch sich bewusst auf Fragen der Friedenserhaltung und Energieversorgung konzentriert hat, soll die große Rolle nicht vergessen werden, werden, die die Anwendung der Nukleartechnik in weiteren wichtigen Lebensbereichen hat.
Cserveny: Unbedingt. Für die Forschung und Entwicklung praxisfähiger Applikationen der Kerntechnik in Bereichen wie Landwirtschaft, Medizin Ernährung oder Wasserwirtschaft setzt die IAEO schließlich rund ein Viertel ihres 400 Millionen Euro umfassenden Jahresbudgets ein. Ein Beispiel soll hier für viele Projekte stehen: In Afrika arbeitet die IAEO erfolgreich an einem Projekt zur Ausrottung jener Tsetse-Fliege, die die tödliche Schlafkrankheit überträgt. Im Rahmen einer massenhaften Züchtung dieser Fliegen, werden deren männliche Exemplare durch Bestrahlung zeugungsunfähig gemacht und dann in die Natur entlassen, wo sie eine Vermehrung drastisch verringern. Auf Sansibar ist die Ausrottung der Tsetse-Fliege dank der dortigen Inselbedingungen bereits nahezu gelungen. Wenn man weiß, dass die Schlafkrankheit das Leben von rund einer halben Million Menschen in den Tropen Afrikas bedroht, bekommt man eine Vorstellung davon, wie wertvoll solche Projekte sein können.
Der Ungar Vilmos Cserveny (57) ist in der IAEO als Direktor für Außenbeziehungen und politische Koordination tätig.
Die IAEO
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) wurde 1956 als eine autonome zwischenstaatliche Organisation gegründet. Ihr gehören derzeit 145 Mitgliedsstaaten an. Derzeitiger Generaldirektor ist Mohammed ElBaradei. Die Organisation verfügt über etwa 2.400 Mitarbeiter (davon rund 400 Inspektoren) aus über 90 Ländern.
Das Gremium mit Sitz in Wien fördert weltweit die friedliche Nutzung der Kernenergie durch zahlreiche Fachtagungen und koordinierte Forschungsverträge, Datenbanken sowie umfassende Dokumentations- und Publikationstätigkeit. Sie unterstützt die internationale Zusammenarbeit und Harmonisierung im regulatorischen Bereich zur Nutzung der Kernenergie und der nuklearen Anwendungen in Medizin und Grundlagenforschung, durch Ausarbeitung von Standards und Empfehlungen für Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und physische Sicherheit von Kernanlagen und Kernmaterial.
Die IAEO leistet Hilfe für Entwicklungsländer unter anderem auf den Gebieten Kerntechnik, Medizin, Wasser und Landwirtschaft durch Entsendung von Experten, Stipendien, Ausbildungskurse und Lieferung von Geräten.
Sie führt Programme zur Verbesserung der Sicherheit kerntechnischer Anlagen durch und stellt ein Forum bereit, um internationale Standards in diesem Bereich zu vereinbaren. Sie fördert den physischen Schutz von Kernmaterial gegen Missbrauch, um zum Beispiel Nuklearschmuggel zu verhindern.
Die IAEO kontrolliert die Verwendung und den Verbleib von Kernmaterial in kerntechnischen Anlagen im Rahmen der "Safeguards-"Abkommen, die sie mit ihren Mitgliedstaaten abgeschlossen hat.
Für ihren Einsatz für diese Ziele wurde sie 2005 gemeinsam mit ihrem aktuellen Generaldirektor Mohammed ElBaradei mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.






























